Kleine Impulse.

Für Dich.



Der Atem des Lebens

Laut der tibetanischen Dzogchen Embryiologie kommt es, wenn der Samen und das Ei sich das erste Mal berühren zu einem "kleinen Wind", der als erster Impuls des Lebens verstanden wird. 
In dieser Tradition geht man davon aus, dass der erste Atemzug, der entsteht, wenn der Samen des Vaters und das Ei der Mutter miteinander verschmelzen, nicht nur der Beginn des physischen Lebens ist, sondern auch eine Art "Lichtfunken" oder Bewusstseinsimpuls, der das Leben und die Existenz überhaupt erst ins Spiel bringt.

In der Dzogchen-Tradition gibt es den Glauben, dass dieser "Wind" oder "Atem" in jedem von uns weiterweht - er ist nicht nur eine einmalige physische Erscheinung, sondern eine dauerhafte Lebensenergie, die uns durch unser gesamtes Leben begleitet. Es ist eine Art Energie, die durch den Körper fließt und ihn nicht nur mit Vitalität versorgt, sondern auch mit Weisheit und der Fähigkeit, tiefere Wahrheiten über das Leben und das Universum zu erfassen.

Dieser "kleine Wind" könnte auch mit der Vorstellung von "Prana" in der indischen Tradition oder dem "Chi" in der chinesischen Medizin verglichen werden, die beide als lebensspendende Energien angesehen werden.